Deutsche Bahn

Zulassungstests Hitachi-Triebzug AT 200

Tests in Deutschland für den Einsatz in Schottland bei ScotRail

(Minden, 16. November 2017) Hitachi liefert 70 Elektrotriebzüge vom Typ AT 200 (Baureihe 385) an das schottische Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio ScotRail. Dabei handelt es sich um 46 dreiteilige und 24 vierteilige Einheiten. Damit die gesamte Flotte Ende 2018 in Betrieb gehen kann, treibt die DB Systemtechnik Zulassungstests zusammen mit ihrem Auftraggeber Hitachi Rail Europe mit Hochdruck voran.

 

 

 

Im Bild: Mitarbeiter im Versuchsteam von DB Systemtechnik und Hitachi Rail Europe bei den Fahrtechnik-Tests mit dem AT 200.

 

 

 

 

Das Prüfprogramm absolvieren die Triebzüge in Schottland, im Prüfzentrum Velim in Tschechien sowie in Deutschland. DB Systemtechnik führt im Auftrag von Hitachi große Teile dieses Prüfprogramms durch und hat z.B. die Fahrtechnikprüfungen sowie die Innen- und Außengeräuschmessungen und Traktionsversuche übernommen. Gleitschutz und Bremse der vier- und dreiteiligen Einheiten wurden bei Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h in Velim geprüft.

Amy Webb, Project Managerin von Hitachi Rail Europe für die Triebzüge der Baureihe AT 100/200 äußert sich zu den Tests: "Wir haben bei Herstellung und Tests einen sehr ehrgeizigen Zeitplan, um die Triebzüge rechtzeitig an den Kunden liefern zu können. Das Team der DB Systemtechnik kennt unsere Bedürfnisse und hat uns geholfen, das Testprogramm zu erstellen, damit die Reisenden in Schottland so schnell wie möglich von den neuen Zügen profitieren können."

Christoph Kirschinger, Geschäftsführer der DB Systemtechnik, blickt auf die seit Anfang Juni 2017 in Deutschland laufenden Versuche  mit dem ScotRail-Triebzug zurück: „Neben der Sicherheit gegen Entgleisen durch stationäre Versuche im Messgleisbogen und auf unserem Verwindeprüfstand in Minden führten wir auf Strecken in Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern fahrtechnische Zulassungsversuche bei Geschwindigkeiten bis zu Tempo 176 km/h durch. Geschleppte Fahrten mit einem Zug für Schottland auf deutschem Netz erforderten eine intensive Vorplanung."

 

 

 

 

Bilder oben: Der AT 200 wird am Standort in Minden für die nächste Versuchsfahrt auf "freier Strecke" vorbereitet.