Deutsche Bahn
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Unfallinstandsetzung mit Hilfe von 3-D-Druck

Herstellung sicherheitsrelevanter Bauteile mit Zulassung und Bahnfreigabe.

(München, 2.12.2019) Beim Berliner Railway Forum Anfang Oktober in Berlin freuten sich Kolleginnen und Kollegen der DB Fahrzeuginstandhaltung und der DB Systemtechnik über einen Sonderpreis im Mitarbeiterwettbewerb „Starke 3D-Druck-Ideen gesucht“.

Den Mitarbeitern war es gelungen, für einen verunfallten ICE-Wagen das massive Bauteil einer Kastenkulisse additiv im 3D-Druck umzusetzen.

Notwendig war der 3D-Druck, weil die Kastenkulisse

  • kein Plantauschteil war,
  • sich nicht mehr im Lagerbestand befand
  • und aufgrund des Fahrzeugschadens deshalb kurzfristig neu beschafft werden musste.

Daniel Brunkert zeigte sich von dem hergestellten 3D-Druck-Bauteil begeistert: „Wir bringen seit geraumer Zeit unsere Reverse- und Reengineering-Kenntnisse in das DB-Projekt 3D-Druck ein. Z.B. durch die Erstellung von 3D-Modellen oder mittlerweile auch der additiven Herstellung sicherheitsrelevanter Bauteile. Das sich diese Strategie für unsere Kunden lohnt, zeigt die Herstellung der Kastenkulisse für den verunfallten ICE-Wagen.







Zulassung und Bahnfreigabe

Die DB Systemtechnik unterstützt übrigens auch bei der Zulassung und Freigabe der „gedruckten“ Teile sowie bei der Konstruktion für die verschiedenen additiven Herstellungsverfahren. Denn damit 3D-Druck gefertigte Teile im System Bahn eingesetzt werden dürfen müssen für viele der neu entstandenen Ersatzteile Sicherheitsbetrachtungen durchgeführt werden. Z.B. der Nachweis gleicher Sicherheit gegenüber dem Original. Hier greifen die Engineering-Fachleute auf ihre Expertise in der Brandschutztechnik, Materialanalyse oder erbringen die erforderlichen Festigkeitsnachweise.