Deutsche Bahn

Gotthard-Basistunnel: Prüfungen mit ICE-S im längsten Tunnel der Welt

DB Systemtechnik auf Prüffahrt zur Abnahme der Oberleitung

(Luzern, 21. Dezember 2015) DB Systemtechnik unterstützt ihren Auftraggeber in der Schweiz, die AlpTransit Gotthard AG, bei einem herausragenden Projekt: die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels.

Gotthard-Basistunnel: Erfolgreicher Testbetrieb - Inbetriebnahme am 11. Dezember 2016
Im 57 km langen Gotthard-Basistunnel findet zurzeit unter der Leitung der Bauherrin AlpTransit Gotthard AG der Testbetrieb statt. Bereits konnten über 1.000 erfolgreiche Fahrten durchgeführt werden. Die erste Fahrt mit der Maximalgeschwindigkeit von 275 km/h fand am 8. November 2015 statt. Bis Ende Mai 2016 sind weitere rund 2.500 Testfahrten im längsten Eisenbahntunnel der Welt geplant. Am 1. Juni 2016 wird der Gotthard-Basistunnel dann feierlich eröffnet und der Betreiberin SBB übergeben. Nach einem mehrmonatigen Probebetrieb wird die SBB den Gotthard-Basistunnel am 11. Dezember 2016 fahrplanmässig in Betrieb nehmen. Ab dann werden die Kunden von einem Leistungsschub im Güterverkehr sowie von schrittweise kürzeren Fahrzeiten profitieren.


DB Systemtechnik prüft die Oberleitungen im Gotthard-Basistunnel - mit ICE-S bei Geschwindigkeiten bis zu 275 km/h
Bei Hochtastfahrten im November hat der ICE-S im Gotthard-Basistunnel bei den Messungen der Oberleitung die geplante Maximalgeschwindigkeit von 275 km/h erreicht. Diese gilt als eine der höchsten für Eisenbahnfahrzeuge erzielten Geschwindigkeiten in der Schweiz.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug der DB Systemtechnik werden folgend TSI-Energie-Prüfungen durchgeführt

Durchführung von Oberleitungsprüfungen im Gotthard-Basistunnel nach TSI-Energie

•mit dem ICE-S in „Kurz- und 2x Langzugversionen“
•nach Vorgaben des Auftraggebers und des BAV (Bundesamt für Verkehr), d.h. auch 150 m und 200 m Stromabnehmerabstand)

Abnahme der Oberleitungsanlage in 2 Zeitfenstern:

•Hochtastmessfahrten bis 275 km/h im gesamten Bauabschnitt (innerhalb und außerhalb des Tunnels)
•Kontaktkraftmessfahrten in einem Referenzabschnitt im Tunnel

Die Hochtastmessfahrten werden mit dem ICE-S Kurzzug durchgeführt

•mit einem anliegenden Stromabnehmer und die Kontaktkraftmessungen mit 200 m Stromabnehmerabstand (1600´er Wippenbreite)

sowie

•mit 150 m Stromabnehmerabstand (1450´er Wippenbreite)