Deutsche Bahn

Erschütterungsprognose für die S-Bahn Berlin

Akustik und Erschütterungen

Durch den Aufbau eines zweiten Gleises zwischen den Betriebsstellen Bahnhof Strausberg und Haltepunkt Hegermühle der S-Bahn-Linie S5 Spandau–Strausberg-Nord sollen die Erhöhung der Kapazität und daraus resultierend die Taktverdichtung der S-Bahn zwischen Berlin und Bahnhof Strausberg Nord erreicht werden.
Hierzu soll ein Parallelgleis auf dem bereits vorhandenen Gleisplanum eingebaut werden. In Vorbereitung der Erstellung der endgültigen Planungsunterlagen zur Einleitung eines Genehmigungsverfahrens nach § 18 Allgemeines Eisenbahngesetz sind Aussagen zu den zu erwartenden Erschütterungsimmissionen einschließlich des sekundären Luftschalls zu treffen.
Der Bereich Akustik und Erschütterungen der DB Systemtechnik wurde daher von der DB Netz beauftragt, diese Untersuchungen durchzuführen. Die geplanten baulichen Ausbaumaßnahmen wurden eingehend in Hinblick auf die von diesen ausgelösten veränderten Emissionswirkungen untersucht. Im ersten Schritt erfolgte eine Recherche vorhandener Emissionsspektren der S-Bahn Berlin, die im Zuge von vergleichbaren Bauprojekten gemessen wurden. Anschließend wurde der Betroffenheitskorridor festgelegt. Nach der Ermittlung der zukünftigen Erschütterungsimmissionen für die maßgebenden Wohngebäude im Betroffenheitskorridor für die beiden Varianten – zukünftige Situation mit Ausbau und ohne Ausbau – wurden die Berechnungsergebnisse bewertet und anhand der Richtwerte nach DIN 4150-2 (Erschütterungen im Bauwesen) beurteilt. Die DB Netz AG erhält nun zur Vervollständigung der Plangenehmigungsunterlagen eine erschütterungstechnische Untersuchung des betroffenen Streckenabschnitts.