Fachartikel „Optische Erfassung von Isolierstößen für die Schadbildanalyse: Kamerabasiertes Monitoring auf Regelfahrzeugen“

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Gleisvideosystem unter der Baureihe 482
Isolierstöße sind zentrale Bauteile der Gleisfreimeldung und zugleich mechanisch hoch belastet. Ein neues kamerabasiertes System der DB Systemtechnik ermöglicht ihre regelmäßige, visuelle Erfassung direkt aus Regelfahrzeugen – als wichtiger Schritt hin zu einer prädiktiven Instandhaltung. 

Die Überwachung von Infrastrukturmerkmalen aus regulär verkehrenden Zügen eröffnet neue Möglichkeiten für die zustandsorientierte und vorausschauende Instandhaltung. Gemeinsam mit der DB InfraGO AG und der S-Bahn Berlin GmbH hat die DB Systemtechnik GmbH dafür ein Videomonitoringsystem entwickelt und in einen Viertelzug der Baureihe 481/482 integriert. 

Im Fokus stehen derzeit Isolierstöße – Bauteile, die Gleisfreimeldeabschnitte elektrisch trennen und gleichzeitig zu den besonders beanspruchten Komponenten des Oberbaus zählen. 

Bislang erfolgt ihre Bewertung halbjährlich im Rahmen von Sichtprüfungen durch den Anlagenverantwortlichen. Diese bewährte Praxis wird durch hochauflösende, verortete Bilddaten ergänzt, die dem Anlagenverantwortlichem direkt zur Verfügung gestellt werden. In Kombination mit dem bereits etablierten Continuous Track Monitoring (CTM) lassen sich auffällige Ereignisse erkennen und die passenden Bildausschnitte automatisiert bereitstellen. So werden relevante Schadstellen im Streckennetz frühzeitig sichtbar, ohne dass dedizierte Messfahrten erforderlich sind. 

Das System ist modular aufgebaut und kombiniert Gleis- und Umfeldkameras mit einem Rechen- und Speichersystem im Fahrzeug. Erste Ergebnisse aus dem Netz der S-Bahn Berlin zeigen, dass Isolierstöße, Befestigungselemente und angrenzende Oberbaumerkmale in hoher Detailtreue erfasst werden können. 

Perspektivisch sollen automatisierte Auswerteverfahren und die Anbindung an Infrastruktur-Managementsysteme den Anlagenverantwortlichen weiter unterstützen. 

Der Demonstrator in Berlin dient damit als Blaupause für die Übertragung auf weitere Anwendungen, Bauteile und Regionen. 

Mehr Hintergrund und technische Details gibt es im Fachartikel des  EISENBAHNINGENIEUR, der auf dieser Seite zum Download bereitsteht.

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